Das Rathaus
Das Rathaus 

Lehrensteinsfeld stellt sich vor:

Lehrensteinsfeld, umgeben von Weinbergen und Wäldern, reich an Geschichte, liegt landschaftlich reizvoll am Fuß Löwensteiner Berge.
Die historische Prägung des Ortes und seiner Landschaft haben die verkehrsgünstig gelegene Weinbaugemeinde zu einem bevorzugten 
Wohnstandort gemacht.

Geschichtliches aus Lehrensteinsfeld:
Der Ort erscheint in ersten urkundlichen Erwähnungen mit dem Ortsteil Lehren 1254 und Steinsfeld 1384. Seit ihrer frühgeschichtlichen Entwicklung sind beide Ortsteile eine Gemeinde.
Im 14. Jahrhundert gehörten sie den Herren von Weinsberg, welche das Adelgeschlecht von Weiler ist einem Teil der Güter und Recht belehnten. Diese gingen später auf verschiedene Herrschaftshäuser über. 
In dieser Zeit dürfte auch das sagenumwogene Wasserschloß auf der einseitigen Insel im See nah dem Wehrturm entstanden sein.
Beim Abtragen der Insel im Jahre 1947 ergaben Reste der Grundmauern keine weiteren Aufschluss über die frühgeschichtliche Anlage.

Die herbstliche Schlossstraße
Die herbstliche Schlossstraße

Das Schloß Lehrensteinsfeld:
Das Renaissanceschloss wurde Mitte des 16. Jahrhunderts durch die Familie von Gemmingen auf noch aus dem Mittelalter stammenden Burgfundamtenten erbaut.
1649 wird das Schloß und das Dorf Lehrensteinsfeld vom Feldmarschall Ludwig von Schmidberg erworben, der während des Dreißigjährigen Krieges sowohl in den Diensten von König Gustav Adolf von Schweden als auch der Franzosen stand.
Seine Nachkommen gestalteten um 1770 die Südfassade des Schlosses im beginnenden französischen Klassizismus.
Um 1780 erscheinen als Grundherren die Freiherren von Gemmingen mit einer Linie Gemmingen-Steinsfeld.
Die Familie Dietzsch erwarb das Schloß im Jahre 1887 zusammen mit seinen Lehrensteinsfelder Besitzungen. Für seinen modernen und zukunftsorientierten Obstbau erhielt der Gutsbesitzer Carl Dietzsch 1961 das Bundesverdienstkreuz verliehen und wurde  zum “Ehrensenator der Landwirtschaftlichen Hochschule Hohenheim“ ernannt. Die heutigen Eigentümer, die Familie Dietsch-Doertenbach,  haben den Gutsbesitz weinbaulich erweitert.

Der Wehrturm:
Das älteste erhaltene Baudenkmal ist der Turm der alten Laurentiuskirche. Er war als schutzbietender Wehrturm von den Bürgern 1463 beim Kloster Schöntal beantragt und drei
Jahre später errichtet worden. Durch Einsturzgefahr bedroht wurde der Wehrturm 1998 abgetragen. Er soll mit finanzieller Unterstützung der Gemeinde mit dem “Förderverein Wehrturm wiederaufgebaut werden. 
Um die Jahrhundertwende entstand die neuromanische Kirche, deren Einweihung im Jahre 1903 erfolgte.

Der Wehrturm
Der Wehrturm

Das Rathaus:
Das historische Rathaus ist zusammen mit dem Pfarrerhaus im Jahre 1591 erbaut und inzwischen mehrmals renoviert und erweitert worden, letztmals als ortsbildprägendes „Schmuckstück“ im Jahre 2000.

Wohn- und Weinbaugemeinde:
Die Gemeinde hat heute über 1.900 Einwohner. Begünstigt von einem Gipskeuper, der sich hervorragend für Weinbau eignet, nehmen Wein- und Obstbau eine bedeutende Stellung ein.

Die günstigen Boden-, Klima- und Lageverhältnisse sind Garant für Spitzenerzeugnisse im Weinbau.

Zeugnis für eine historisch gewachsene Weinbautradition ist auch die bereits im Jahre 1904 gegründete Genossenschaft der Weingärtner. 
Deren örtlicher Gemeinschaftssinn führte 1926 zum Bau einer eigenen Kellerei.

Die spritzigen Weine der „Weißrieslinggemeinde“ sind weit über die Grenzen der engeren Heimat hinaus bekannt und werden durch die Weingärtnergenossenschaft und private Weingüter auch über die Landesgrenzen hinaus vertrieben.

Lehrensteinsfeld konnte seine Selbständigkeit erhalten, indem es bei der Verwaltungsreform 1971 zusammen mit den Gemeinden Eberstadt, Ellhofen und der Stadt Weinsberg einen Gemeindeverwaltungsverband gründete.

Die Gemeinden verfügen auch über ein reichhaltiges und abwechslungsreiches Vereinsleben und bietet Einwohnern und Besuchern von Lehrensteinsfeld ein attraktives Freizeitangebot.

Das jährliche Ende August stattfindende traditionelle Wein- Straßenfest der örtlichen Vereine ist weit über den Ort hinaus bekannt und wird von vielen Gästen aus nah und fern gerne besucht.